Vorbeugen von Alkoholkonsum

Die Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD) ist in ihren verschiedenen Ausprägungen eine sehr komplexe, oftmals schwere und chronische Erkrankung, deren Auswirkungen auf die Entwicklung, die Alltagsbewältigung sowie auf den Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen erkrankte Menschen oft ihr Leben lang begleiten. Nach heutigem Wissensstand ist die einzige Möglichkeit, das Auftreten einer Fetalen Alkoholspektrumstörung zu vermeiden, auf den Konsum von Alkohol während der gesamten Schwangerschaft zu verzichten.

Alkohol ist in unserer Gesellschaft die am weitesten verbreitete Droge. Legal und sozial anerkannt gehört für viele Menschen in zahlreichen Alltagssituation der Alkoholkonsum zum Erleben von Geselligkeit, Entspannung oder Feierlichkeiten schlichtweg dazu. Die Ergebnisse der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ aus dem Jahr 2012 („GEDA-Studie“) zeigen, dass insgesamt rund 30% der schwangeren Frauen Alkohol zu sich nehmen, wodurch sich die hohe Prävalenz der Fetalen Alkoholspektrumstörung in Deutschland von mindestens 1% aller Kinder und die Tatsache, dass es sich um die häufigste bei Geburt bestehende chronische Erkrankung überhaupt handelt, begründet.

Die Ursachen für mütterlichen Alkoholkonsum während der Schwangerschaft können sehr vielfältig, komplex und für Außenstehende oftmals undurchschaubar sein. Psychiatrische Erkrankungen, Unkenntnis über die Schwangerschaft oder die aus dem Alkoholkonsum resultierenden Gefahren für das Kind und psychosoziale Belastungen sind nur einige davon. Es ist daher offensichtlich, dass dem Aspekt der Prävention eine wesentliche Bedeutung zukommt.

Präventionsaufgaben werden von vielen verschiedenen Anlaufstellen übernommen. Dabei spielen einerseits das individuelle Versorgungsnetz der einzelnen Familie und die mit der Begleitung und Unterstützung der Familie beauftragten Fachkräfte eine sehr wichtige Rolle. Andererseits ist die universelle Prävention, die sich oft an die Zielgruppen Schüler, Jugendliche und werdende Eltern sowie deren Umfeld richtet und mit öffentlichkeitswirksamen aber auch pädagogischen Aufklärungs- und Beratungsprojekten viele Einzelpersonen und Familien erreichen und ansprechen kann, ein essentieller Bestandteil.

Die folgende Zusammenstellung informiert über Fachkräfte und Anlaufstellen, die Präventionsarbeit leisten und über in Deutschland bestehende Präventionsprojekte und –maßnahmen.

Anlaufstellen

Präventionsprojekte

Links zu den Präventionsprojekten